Wissenschaftlicher Beirat

  

 

Professor Hanns Lochmüller hat in München Medizin studiert, promoviert und seine Ausbildung zum Facharzt für Neurologie beendet.Stationen seiner wissenschaftlichen Laufbahn sind die Ludwig-Maximilians-Universität in München, die McGill Universität in Montreal (Kanada) und die Universität in Newcastle upon Tyne (Großbritannien), wo er seit 2007 einen Lehrstuhl zur Erforschung von Muskelerkrankungen besetzt. Professor Lochmüller hat über 300 Publikationen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht und mehrere nationale und internationale Forschungsverbünde (u.a. MD-NET, TREAT-NMD) aufgebaut und geleitet, die die Voraussetzungen für klinische Studien bei Muskelerkrankungen und insbesondere Muskeldystrophie Duchenne maßgeblich verbessert haben. Professor Lochmüller und seine Mitarbeiter erforschen im Labor die Wirkungsweise neuer, innovativer Therapieformen bei Duchenne Muskeldystrophie wie Gentherapie und Stammzellen. Professor Lochmüller hat die aktion benni & co seit ihrer Gründung in wissenschaftlichen Fragen beraten, zunächst als Mitglied und seit 2009 als Leiter des wisschschaflichen Beirats. Für sein Forschungsprojekt zu dystrophen Herzmuskelzellen wurde Professor Lochmüller 2012 der Forschungspreis der aktion benni & co und der Deutschen Duchenne Stiftung Höhe von 100.000 € zugesprochen.

Prof. Dr. Hanns Lochmüller, Chair of Experimental Myology, MRC Centre for Neuromuscular Diseases, Institute of Genetic Medicine, Newcastle University, Central Parkway, Newcastle upon Tyne, NE1 3BZ, UK
Telefon: +44-191-2418602   email: hanns.lochmuller@ncl.ac.uk

 

 


Professor Heinrich Brinkmeier ist in Rödinghausen (Westfalen) geboren und aufgewachsen und studierte Biologie an der Universität Bielefeld. Dort promovierte er über Chlorid-Ionenkanäle und ihre Bedeutung für die Myotonie der Maus. In 1989 wechselte er in die Medizinische Fakultät der Universität Ulm zu Prof. Reinhardt Rüdel. Er habilitierte 1994 im Fach Physiologie mit einem Thema über spannungsabhängige Ionenkanäle. In Ulm wurde sein Interesse an pathophysiologischen Mechanismen bei der Muskeldystrophie geweckt. Er war Projektleiter am Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung, erhielt den Myopathie-Preis (zur Hälfte, 1995) der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke und war Gastprofessor am Minneapolis Muscle Center in 1998. Seine Forschungen galten Mechanismen der Zelldegeneration bei der Muskeldystrophie und Veränderungen elektrischer Impulsfortleitung bei der Multiplen Sklerose. Ende der 90ger Jahre beteiligte er sich am Aufbau zweier Biotechnologie-Firmen in Augsburg und Saarbrücken. Im Jahre 2002 wurde Heinrich Brinkmeier als Prof. für Pathophysiologie und Molekulare Medizin an die Universität Greifswald berufen, wo er sich seitdem in Forschung und Lehre engagiert, u.a. als Projektleiter im deutschen Muskeldystrophie-Netzwerk (MD-NET). Schwerpunkt seiner aktuellen Forschungen sind Mechanismen der Muskelfaserdegeneration bei der Muskeldystrophie, sowie Mechanismen der Fibrose. Beide Prozesse werden hauptsächlich an Zellkulturen und Maus-Mutanten untersucht.

Prof. Dr. Heinrich Brinkmeier, Institut für Pathophysiologie, Greifswalder Str. 11c, 17495 Karlsburg
Telefon: 03834 / 86 191 00      Telefax: 03834 / 86 191 11     email: heinrich.brnkmeier@uni-greifswald.de      

 

 


Prof. Dr. Maggie Walter, M.A. ist in Baden-Baden geboren und zur Schule gegangen, hat an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Medizin studiert und 1998 zum Thema „Schlafendokrinologische Effekte von Steroidrezeptor-Agonisten und -Antagonisten bei gesunden Probanden“ am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München promoviert. Von 1995 bis 2005 hat sie ihre Facharztausbildung am Friedrich-Baur-Institut und der Neurologischen Klinik der LMU München absolviert. Das Friedrich-Baur-Institut ist eine Einrichtung der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, die sich, in Assoziation mit der Neurologischen Klinik und Poliklinik, der Patientenversorgung und Spitzenforschung auf dem Gebiet der neuromuskulären Erkrankungen widmet. 2005 erfolgte die Habilitation zum Thema „Genotyp/Phänotyp Korrelationen bei Gliedergürteldystrophien“, berufsbegleitend hat sie einen betriebswirtschaftlichen Masterstudiengang „Management von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen“ an der TU Kaiserslautern 2010 abgeschlossen. Zwischenzeitlich ist sie Professorin für Neurologie und Master of Arts für Management von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen und arbeitet in leitender Position am Friedrich-Baur-Institut in München.

Ihr Forschungsschwerpunkt sind neuromuskuläre Erkrankungen, dabei in erster Linie Muskeldystrophien, myofibrilläre Myopathien, inflammatorische Myopathien und klinische Studien bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen. Sie verfügt über langjährige Netzwerkerfahrung, koordiniert seit 2007 das ab 2003 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte MD-NET (www.md-net.org), war Teilprojektleiterin für Patientenregister und Biobanken innerhalb von TREAT-NMD (www.treat-nmd.eu), und ist Mitglied der Nachfolgeorganisation „TREAT-NMD Alliance Neuromuscular Network“. Sie ist verantwortlich für die deutschen Patientenregister für Muskeldystrophie Duchenne und Spinale Muskelatrophie, und gemeinsam mit Volker Straub für das internationale Register für Patienten mit FKRPopathien (MDC1C/LGMD2I). 

Prof. Dr. med. Maggie C. Walter M.A., Neurologin und Oberärztin am Friedrich-Baur-Institut, Ziemssenstr. 1a, 80336 München
Telefon: 089 / 4400-57400     Telefax: 089 / 4400-5740      email: maggie.walter@lrz.uni-muenchen.de 
 

 


Bernd Reitter studierte nach Abitur in Augsburg Medizin in Würzburg, Erlangen, Wien und Heidelberg; Staatsexamen und Promotion in Heidelberg 1969. Medizinalassistentenzeiten in Heidelberg, Augsburg und Freiburg. 1971/72 Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Child Development und Pediatric Neurology an der University of California Los Angeles (UCLA). Anschließend Ausbildung zum Facharzt für Kinderheilkunde an der Universitätskinderklinik Heidelberg, dort auch von der Stiftung Volkswagenwerk gefördertes Forschungsprojekt zu elektrophysiologischer Diagnostik bei Polyneuropathien. Mitarbeit am WHO-Projekt „Definition von Neuropathien“.  Habilitation 1981. 1984 Berufung auf die neu geschaffene Professur für Neuropädiatrie an der Universitätskinderklinik Mainz. Dort Aufbau der Arbeitsgruppe mit Schwerpunkt Neuromuskuläre Krankheiten, ab 1987 einschließlich aller erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Techniken in Kooperation mit anderen Fachdisziplinen einschließlich Heimbeatmung. Beteiligung an bzw. Organisation von multizentrischer Therapiestudien und Konsensuskonferenz („Aachener Empfehlungen“) zur Muskeldystrophie Duchenne, Mehrjährig deutscher Vertreter im European Neuromuscular Council (ENMC) und  Reviewer für „Neuromuscular Disorders“ und „Journal of Child Neurology“.

Seit 2008 nach offiziellem Ende des aktiven Dienstes weiter am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universität Mainz, als Consiliar tätig.

Univ.-Prof. Dr. Bernd Reitter, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Universität Mainz, Reisingerweg 2, 55131 Mainz
Telefon:  06131 / 17-3289        Telefax:  06131 / 17-6646       email:  reitter@kinder.klinik.uni-mainz.de
 

 


Professor Volker Straub hat Humanmedizin an der Heinrich-Heine Universität in Düsseldorf studiert und an der dortigen Universitätskinderklinik seine Ausbildung zum Facharzt für Kinderheilkunde begonnen. In Düsseldorf erfolgte auch die Promotion mit einem Forschungsprojekt zur Duchenne Muskeldystrophie mit dem Thema „Lokalisation und subzelluläre Verteilung von Dystrophin in Skelettmuskelfasern“. Das Forschungsinteresse am Dystrophin-Glykoprotein Komplex brachte Professor Straub im Rahmen eines DFG-Stipendium und einer Förderung durch das Howard Hughes Medical Institute an die University of Iowa, wo er im Labor von Professor Kevin Campbell an der Pathogenese von Muskeldystrophien arbeitete. Im Anschluss an den Forschungsaufenthalt in den USA schloss Professor Straub seine Facharztausbildung zum Kinderarzt mit Schwerpunkt Neuropädiatrie an der Universitätskinderklinik in Essen bei Professor Thomas Voit ab. Gemeinsam mit Professor Lochmüller gründete und koordinierte Professor Straub das deutsche Muskeldystrophie-Netzwerk (MD-NET). Nach erfolgreicher Habilitation zum Thema „Der Dystrophin-Glykoprotein Komplex und seine Bedeutung für die Pathogenese von Muskeldystrophien“ erhielt Professor Straub einen Lehrstuhl an der Universität Newcastle in England im Institute of Genetic Medicine. Von hier koordinierte er gemeinsam mit Professor Kate Bushby das von der EU geförderte Exzellenz-Netzwerk für seltene genetische neuromuskuläre Erkrankungen, TREAT-NMD, mit einem Schwerpunkt auf translationaler Forschung. Professor Straub ist Studienleiter für mehrere klinische Studien in Patienten mit DMD, arbeitet in verschiedenen EU-geförderten Projekten zu translationaler Forschung und bildgebenden Verfahren bei Muskelerkrankungen und ist Forschungsdirektor für 2 Krankenhäuser in Nord-England.

Professor Volker Straub, The Harold Macmillan Chair of Medicine, MRC Centre for Neuromuscular Diseases at Newcastle, Institute of Genetic Medicine, Newcastle University, Central Parkway, Newcastle upon Tyne, NE1 3BZ, UK
Telefon:  +44-191-2418762      Telefax:  +44-191-241877      email:  volker.straub@ncl.ac.uk
 

 

Dr. rer. nat. Eric Ehrke-Schulz, stammt aus Neubrandenburg in Mecklenburg. Nach seinem Grundwehrdienst als Sanitäter studiert er Biologie an der Freien Universität Berlin. Dabei setzte er seine Schwerpunkte auf Mikrobiologie/Virologie, Genetik und Zellbiologie. Nach seinem Abschluss als Diplom Biologe promovierte er am Hauttumorzentrum Charité (HTCC) an der Klinik für Dermatologie der Charité Berlin zum Thema „Isolierung und Charakterisierung unbekannter Papillomviren“. Danach wechselte er von der virologischen Grundlagenforschung in die angewandte Forschung. Er arbeitet seit 2012 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Virologie und Mikrobiologie der Universität Witten/Herdecke. Das Institut ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung adenoviraler Vektoren als Gentransfervehikel für gentherapeutische Therapieansätze verschiedener erblicher Erkrankungen. Sein Forschungs-schwerpunkte liegt auf der Herstellung und Charakterisierung genfreier adenoviraler Vektoren, sogenannter „High Capacity Adenoviraler Vektoren“ (HCAdV) für den Gentransfer der Baupläne sogenannter Designer Nukleasen, wie TALENs und CRISPR/Cas9. Dies sind programmierbare molekulare Skalpelle mit denen gezielt Veränderungen an der DNA lebender Zellen erzeugt werden können. Es werden die Einsatzmöglichkeiten dieser Vektoren für mögliche Gentherapien erforscht. Im Fokus stehen hierbei vor allem bisher unheilbare erbliche Erkrankungen wie Duchenne Muskeldystrophie und Blutgerinnungsstörungen. Weiterhin werden antivirale Therapieansätze gegen chronische Hepatitis B Infektionen und gegen Papillomvirus induzierte Tumoren mittels Designer Nuklease tragenden HCAdV entwickelt. Darüber hinaus werden die HCAdV als Werkzeug genutzt, um in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern krankheitsspezifische Zellkulturmodelle zu entwickeln, um die Mechanismen der Entstehung von seltenen wenig untersuchten neuromuskulären Krankheiten wie Filaminopathien zu untersuchen.  

Dr. rer.nat. Eric Ehrke-Schulz, Lehrstuhl für Virologie und Mikrobiologie, Zentrum für biologische Ausbildung und Forschung (ZBAF) Universität Witten/Herdecke, Stockumer Straße 10, 58453 Witten, Telefon: 02302/926-153     Telefax: 02302/926-44278      eMail: Eric.Ehrke-schulz@uni-wh.de